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Schneewittchen und der russische Prinz


Ein getanztes Märchen von Sophie Fürstenau nach Gebrüdern Grimm
(Ballett für Kinder)

Musik: Ludwig van Beethoven, Carl Czerny, Henry Purcell, Leonhard Schady, Slawa Ulanowski und russische Folklore
Gesamtbearbeitung und Orchestrierung: Slawa Ulanowski

Das Thema des Balletts spricht für sich selber (bekanntes Märchen von den Gebrüder Grimm in Zusammenhang mit dem russischen Thema). In vier Bildern und 41 knappen und abwechslungsreichen Tanznummern wird in gut einer Stunde die jedermann bekannte Geschichte erzählt.

Die Verwendung von Kompositionen aus unterschiedlichen Epochen (H. Purcell, C. Czerny, L. v. Beethoven und dem Zeitgenossen L. Schady) und von russischer Folklore macht die Ballettmusik vielfältig und mehrfarbig, wobei die stilistische Einheit erhalten bleibt.

Die leichtverständlichen Einzelnummern bestehen nicht nur aus Tanzformen des klassischen Balletts, sondern auch aus modernen Tanzarten. Die Musik ist anspruchsvoll und macht sicher professionellen Tänzern und Musikern Spaß, ist dennoch von einer Tanzschule und einem guten Musikschulorchester durchaus zu bewältigen.

Einzelne Nummern des Werkes sind als Ballett-Suite für Sinfoniekonzerte geeignet. Auf Wunsch sind weitere Unterlagen wie CD- oder Videoüberspielung, Libretto, Klavierauszug oder Partitur über Verlag Hans Sikorski zu erhalten.

Verlag HANS SIKORSKI: Schneewittchen und der russische Prinz

Personen

Hauptrollen: Schneewittchen, Königin, Russischer Prinz, 7 Zwerge, Hofnarr, Zeremonienmeister, Jäger, Spiegelfigur,
Nebenrollen: Hofdamen, Pagen, Elfen, Gefolge des Prinzen, Gärtnerinnen, Fischerinnen, Zigeunerinnen
(Kleine Besetzung, weil die gleichen Tänzer verschiedene Rollen tanzen)

Orchester

Flauto (Piccolo), Oboe, Clarinetto in B, Fagotto, 2 Horni in F, Tromba in B, Trombone;
Batteria 1: Silofono, Vibrafono, Timpani, Legno, Sonagli, Piatti, Piatto sospeso, Tamburo, Castagnette;
Batteria 2: Triangolo, Tamburo, Tamburino, Piatti, Piatto sospeso, Legno;
Arpa, Piano (Cembalo), Violini 1, Violini 2, Viole, Violoncelli, Contrabassi.

Libretto


1. Bild

Der leere Thronsaal verlockt den Hofnarren zu einem übermütigen Tanz, der durch Schneewittchens Erscheinen jäh unterbrochen wird. Auch Schneewittchen glaubt alleine zu sein und gibt seiner Freude über eine gefundene Rose Ausdruck.

Das Niesen des Narren verrät sein Versteck. Da der Narr und Schneewittchen sich gut verstehen, tanzen sie fröhlich miteinander, bis sie durch das plötzliche Erscheinen des Zeremonienmeisters vertrieben werden.

Pagen und Hofdamen bereiten sich auf den Besuch des russischen Prinzen vor, der sich mit seinem Gefolge auf der Durchreise befindet. Doch vorher will die Königin zum wiederholten Male von ihrem Zauberspiegel bestätigt bekommen, dass sie die Schönste im ganzen Lande ist.

Das Temperament der russischen Gäste missfällt der Königin. Sie will, dass jegliche Aufmerksamkeit ihr gilt. Der Prinz jedoch ist von Schneewittchens Anmut fasziniert, und auch Schneewittchen empfindet große Zuneigung für den Prinzen.

Darüber wütend und eifersüchtig, gibt die Königin dem Jäger den Befehl, Schneewittchen zu töten.

2. Bild

Schneewittchens Bitte um Gnade rührt den Jäger so sehr, dass er es nicht übers Herz bringt, ihm ein Leid anzutun. In der Hoffnung, dass es nie mehr aus dem dunklen Wald herausfinden wird, lässt er das ohnmächtig am Boden liegende Schneewittchen zurück.

Wieder bei Bewusstsein, folgt Schneewittchen dem Ruf eines Vogels und entdeckt dadurch das Haus der Zwerge. Es wundert sich über die herumliegenden, seltsam kleinen Gegenstände und beginnt sofort aufzuräumen. Müde geworden, bereitet es sich eine Schlafstätte.

Als die Zwerge von der Arbeit heimkehren, entdecken sie das schlafende Schneewittchen. Sie sind von seiner Anmut so gerührt, dass sie jede Scheu verlieren. Nachdem sie sich miteinander vertraut gemacht haben, beschließen die Zwerge, Schneewittchen für immer bei sich zu behalten.

Die Elfen, Beschützerinnen der Zwerge, begrüßen diese Entscheidung und sorgen mit ihren wehenden Schleiern aus bunten Träumen für einen erquickenden Schlaf.

3. Bild

Durch ihren Zauberspiegel hat die Königin erfahren, dass Schneewittchen noch lebt. Sie beschließt, es selber umzubringen. Als Händlerin verkleidet, versucht sie es mit einem verzauberten Kamm. Doch der Zauber wirkt nicht. Auch der zum Ersticken stramm geschnürte Gürtel, den sie Schneewittchen umlegt, zeigt keine Wirkung. Da lockt sie mit einem schönen roten, aber vergifteten Apfel. Schneewittchen beißt hinein, und das Gift wirkt sofort. Schneewittchen fällt leblos zu Boden. Triumphierend entfernt sich die Königin, ohne zu bemerken, dass der Narr alles beobachtet hat. Trotz seiner Trauer gibt er die Hoffnung auf Schneewittchens Rettung nicht auf. Er läuft davon, um den russischen Prinzen zur Hilfe zu holen.

Bei ihrer Heimkehr finden die Zwerge Schneewittchen tot am Boden liegen. Sie sind entsetzt und verzweifelt. Da schreckt sie eine plötzliche Unruhe auf. Bereit zur Abwehr gegen jeden, der ihnen Schneewittchen wegnehmen will, gehen sie in Kampfstellung.

Nach wildem Hin und Her entdeckt der Prinz das tote Schneewittchen. Während er es in seine Arme schließt, löst sich das vergiftete Apfelstück in Schneewittchens Hals und fällt aus dem Mund. Schneewittchen erwacht aus tiefer Benommenheit wieder zum Leben. Es erkennt den Prinzen und erinnert sich an ihre erste Begegnung mit ihm. Voller Freude und Übermut feiern alle die glückliche Rettung.

4. Bild

Im Zelt des russischen Prinzen findet die Hochzeitsfeier statt. Viele Gäste sind eingeladen worden, darunter auch Zigeunerinnen, die der Braut ein Paar goldene Schuhe schenken. Niemand ahnt, dass es sich in Wahrheit um die Königin mit ihren Hofdamen handelt. Der Hass der Königin ist so groß, dass sie noch einmal versuchen will, Schneewittchen zu töten. Dieses Mal durch die verzauberten goldenen Schuhe, die ihre Trägerin dazu zwingen, sich zu Tode zu tanzen.

Der Narr erkennt die Königin und reißt ihr die Verkleidung herunter. Ihre böse Absicht ahnend, zwingt der Prinz sie, die Schuhe nun selber anzuziehen. Der Zauber wirkt. Die Königin muss so lange tanzen, bis sie tot zusammenbricht. Ihre Begleiterinnen, die bisher nichts von der Boshaftigkeit ihrer Königin ahnten, verlassen beschämt und in aller Eile das Fest.

Das schockierende Ereignis hat die gesamte Hochzeitsgesellschaft in Erstarrung versetzt. Den Elfen, die den Zwergen gefolgt sind, gelingt es schließlich, die Erstarrung zu lösen. So findet das Hochzeitsfest trotz des entsetzlichen Geschehens ein glückliches Ende!

Ballettaufführung in Finnland


Schneewittchen
Schneewittchen
Schneewittchen
Schneewittchen
Schneewittchen
Schneewittchen

Thronsaal

 

Nachtfeen

Zwerge

 

Zigeunertanz

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